Rise of the Ronin hat sich als ein fesselndes Erlebnis herausgestellt und bietet eine Tiefe und Breite an Inhalten, die selbst Grafikschwergewichte wie Ghost of Tsushima Konkurrenz machen. Trotz seiner weniger auffälligen Optik fesselt das Spiel mit seinem immersiven Gameplay und dem umfangreichen Angebot an Aktivitäten. Die Handlung ist packend und treibt die Spieler mit einer Mischung aus Erkundung und erzählerischer Intrige voran. Mit einer Fülle von Ausrüstung zum Sammeln, anpassbaren Erscheinungsbildern durch ein Transmogrifikationssystem und der entzückenden Möglichkeit, mit Katzen zu interagieren, präsentiert Rise of the Ronin eine fesselnde Welt zum Erkunden.
Im Herzen des Spiels liegt die Geschichte der Blade Twins, einem Duo, das von Tragödie und Erlösung geprägt ist. Nachdem sie als geschickte Schwertkämpfer aus einer verheerenden Kindheitssituation entkommen sind, schließen sie sich den Reihen der Veiled Edge an und schärfen ihre Fähigkeiten zusammen. Das Gameplay verbindet nahtlos Elemente der Erkundung und Geschichtenerzählung von Assassin’s Creed 2 mit den Kampfmechaniken von Ninja Gaiden und einem Hauch der herausfordernden Schwierigkeit von Dark Souls.
Das anfängliche Gameplay führt die Spieler in eine aufregende Mischung aus Stealth- und Kampfmechaniken ein, die durch eine kühne Infiltrationsmission an Bord des Schiffes von Matthew C. Perry veranschaulicht wird. Der Kampf erfordert präzises Timing für Konter, wobei ein wachsames Auge auf das Ki-Messgerät gerichtet ist, ähnlich einem Ausdauermesser. Stealth-Optionen bieten Möglichkeiten für strategische Ausschaltungen, obwohl formidablen Gegnern dafür sorgen, dass Kampffähigkeiten unerlässlich bleiben.

Über den ersten Vorstoß hinaus enthüllt Rise of the Ronin eine riesige offene Welt voller Möglichkeiten. Von ruhigen Städten auf dem Land bis hin zu belebten Stadtlandschaften bietet jeder Ort eine Vielzahl von Quests, Anpassungsoptionen und spannenden Minispielen. In den Vorschauaufnahmen fehlte ein entscheidender Handlungsbogen, der die Rekrutierung des Exzentrischen Ronin betrifft, und zeigte die verzweigten erzählerischen Pfade und die folgenreiche Entscheidungsfindung des Spiels.
Ein besonders prägnanter Moment entsteht, wenn eine frühere Entscheidung, das Leben von Gonzo, einem wiederkehrenden Charakter, zu verschonen, unerwartete Dividenden zahlt. Die Begegnung mit Gonzo erneut in der offenen Welt stellt den Spieler vor eine folgenreiche Entscheidung: ihn als Verbündeten anwerben oder Rache für vergangene Vergehen üben. Dieser dynamische Handlungsfaden unterstreicht das Engagement des Spiels für bedeutungsvolle Spielerentscheidungen und ihre greifbaren Auswirkungen.

In nachfolgenden Story-Missionen wird die Auswirkung vergangener Entscheidungen offensichtlich, wenn sich Verbündete, die während der Reise gesammelt wurden, versammeln, um sich mit formidablen Gegnern zu konfrontieren. Die Einbeziehung der Verbündetenloyalität in Schlachtmissionen vertieft das Gameplay, wobei Bonusziele die übergeordnete narrative Entwicklung beeinflussen.
Neben den Kernmissionen bietet die offene Welt eine Vielzahl von Aktivitäten, von der Wiederherstellung der Ordnung in problematischen Städten bis hin zu anspruchsvollen Minispielen. Das Ausrüstungssystem bereichert das Spielerlebnis weiter, indem es Experimente mit verschiedenen Waffen und Nebenwaffen zur Erlangung taktischer Vorteile im Kampf fördert.
Obwohl Rise of the Ronin nicht mit der grafischen Qualität von PlayStation’s Flaggschiff-Titeln prahlen mag, verspricht sein Fokus auf packende Geschichtenerzählung, fesselnde Gameplay-Mechaniken und vielfältige Aktivitäten ein immersives Erlebnis. Während die Vorfreude auf seine Veröffentlichung steigt, können die Spieler sich darauf freuen, in eine reichhaltig gestaltete Welt voller Abenteuer und Intrigen einzutauchen.